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Seit Beginn dieser Woche ist kinox.to – der augenscheinliche Nachfolger der illegalen Film- und Video-Streamseite kino.to – online. Design, Usability und auch Inhalt sollen dem vor gut einem Monat von der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) lahmgelegten “Vorgänger” laut Medienberichten verblüffend ähneln. Die unbekannten Macher hinter dem neuen Portal meldeten sich mit provokantem Unterton zu Wort. “Denkt ihr wirklich, ihr könnt uns stoppen, nur weil ihr haufenweise Geld habt?” soll es u. a. auf der Homepage heißen. Derweil sollen Hacker im Gegenzug die Website der GVU für kurze Zeit außer Gefecht gesetzt haben (die Homepage ist mittlerweile wieder erreichbar) – “Es sieht aber so aus, als wären wir selbst Opfer einer Denial-of-Service-Attacke geworden”, hieß es in einer Erklärung von GVU-Sprecherin Christine Ehlers auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dapd hin.

Foto: pixelio.de / Thorben Wengert
Foto: pixelio.de / Thorben Wengert

Rund vier Millionen User-Zugriffe soll es täglich gegeben haben – Filme und Serien (darunter oft auch brandaktuelle aus Kino und Fernsehen) aus einem schier endlosen Archiv standen für Nutzer kostenlos zum “Streamen” parat. Damit ist nun erst einmal Schluss: Das wohl größte und bekannteste Live-Stream-Portal kino.to wurde nach einer Großrazzia am Mittwoch aus dem Netz verbannt. Auf Grund eines Strafantrags der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) durchsuchten 250 Polizisten, Steuerfahnder und Datenspezialisten am Mittwoch über 20 Wohnungen sowie Geschäftsräume und Serverlagerplätze in Zwickau, Berlin, Hamburg, Bremen, Frankfurt am Main, Nürnberg und München, woraufhin 13 Betreiber vorübergehend in Haft genommen worden seien.

Es war der “Black Friday” der Online-Pokerszene in den USA – und vielleicht auch der Anfang vom Ende des “schnnellen Geldes”. Millionen von Internetnutzern blicken dieser Tage gebannt nach Übersee und warten die dortigen Ereignisse ab. Am späten Freitagnachmittag sperrte die US-Bundespolizei, das FBI, aus dem Nichts die drei Internetportale der “Big 3″ der Online-Pokerszene in den USA. PokerStars, Full Tilt und Absolute Poker waren und sind noch immer “offline”, lediglich eine Warnung der Bundesbehörde prangert noch auf den jeweiligen Startseiten. Die Vorwürfe: Alle betroffenen Anbieter sollen sich der Geldwäsche, des illegalen Glücksspiels und des Bankbetrugs schuldig gemacht haben! Die drastischen Maßnahmen vom Freitag sind das Ende einer langen Kette, die mit dem Gesetzbeschluss von 2008 ihren Anfang nahm, nach welchem Online-Poker in den USA illegal ist.