Super 8: Die Goonies vs. Predator – Alien-Sci-Fi mit Nostalgie-Charme

Super 8 (Ausschnitt: US-Kinoposter)
Super 8 (Ausschnitt: US-Kinoposter)

“Super 8″ – Schon seit Wochen flimmert die Kinovorschau zum am Donnerstag frisch angelaufenen, potenziellen Kinohit dieses Sommers durch alle Kanäle. Vor allem Liebhaber von alten Spielberg-Filmen à la E.T. oder auch Steven-King-Erzählungen wie “Stand By Me” oder “Dreamcatcher” dürften sich den Streifen schon längst vorgemerkt haben. Super 8 erzählt die Geschichte von sechs Kids und dem größten Abenteuer ihres Lebens. Nur ist es dieses Mal keines der typischen, melancholischen Erlebnisse aus den Sommerferien – auch der Außerirdische, auf den sie stoßen, entpuppt sich als wenig handzahm. In den USA klingelten zum Kinostart die Kassen: Umgerechnet knapp 25 Millionen Euro spielte das Werk von J.J. Abrams (“Alias”, “Lost”, “Star Trek”) am ersten Kinowochenende ein.

Doch worum geht es in Super 8 eigentlich genau: Eines Nachts schleichen sechs Kiddies, bewaffnet mit einer Super-8-Kamera, zu einem alten, scheinbar verlassenen Güterbahnhof. Eigentlich wollten sie nur einen Zombie-Film drehen, doch was sie dann mit der Linse einfangen, ist um Weiten spektakulärer und beängstigender. Nachdem sie gerade noch heil ein Zugunglück überstanden haben, entdecken sie, was sich in einem der entgleisten Güterwagons befand. Daraufhin geschehen mysteriöse Sachen in ihrem Ort: Zuerst verschwinden nur kläffende Köter und Haushaltsgeräte, wenig später gibt es plötzlich auch immer mehr vermisste Personen. Das passt Charles – dem Dicken in der Clique – natürlich bestens in dessen Zombie-Drehbuch. Als aber auch Alice, der Schwarm von Hauptdarsteller Joe, auf geheimnisvolle Weise verschwindet, nehmen die Kids das Ganze selbst in die Hand.

Super 8: Steven Spielberg als Film-Pate

Das Ende erinnert dann doch wieder irgendwie an E.T. – kein Wunder: Steven Spielberg höchstpersönlich stand als “Pate” und Produzent dem Projekt zur Seite. Lange Zeit herrschte großes Rätselraten um “Super 8″: Der Handlungs-Plot wurde erst bei Kinostart in den USA bekannt. Die einzigen Infos, die Filmfans hatten, waren die Namen J.J. Abrams und Steven Spielberg. Logisch, dass die Kinokarten weggingen wie warme Semmel. Die Mischung aus Zombie- und Alien-Genre, beides steht derzeit auf der Most-Wanted-Liste bei den Zuschauern in Übersee, tat ihr Übriges dazu.

Wer auf Kiddie-Aventures wie “Die Goonies” abfährt und auch dem Sci-Fi-Genre nicht abgeneigt ist, wird mit “Super 8″ garantiert seine Freude haben. Auch wenn die Geschichte nicht mehr völlig neu erfunden ist. Doch dafür ist der Zug (wir halten uns am Filmmaterial) wohl auch schon längst abgefahren. Ein kleines bisschen mehr Tiefe hätte dem Streifen aber dennoch nicht geschadet – bei sechs Kids in der Clique bleiben einige beispielsweise charakterlich relativ blass. Dafür gibt es ein hässlich-schön animiertes Alien sowie ein Feuerwerk an Special-Effects als Gimmicks im YPS-Heft gratis obendrauf.


Super 8 (2011)

Regisseur: J.J. Abrams

Darsteller: u. a. Elle Fanning (als Alice Dainard), Joel Courtney (Joe Lamb), Kyle Chandler (Jackson Lamb), Riley Griffiths (Charles), Ryan Lee (Cary), Gabriel Basso (Martin), Zack Mills (Preston)

FSK: ab 12 Jahren freigegeben

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