Sexy Cora: Hirnlähmung war Todesursache

„Big Brothers“ Sexy-Cora starb an einer Hirnlähmung. Das ergab die Obduktion des Leichnams, die im Institut für Rechtsmedizin vorgenommen wurde. Das teilte heute Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers der Nachrichtenagentur dapd mit. Die Annahme, dass ein Herzfehler vorgelegen habe, sei ein Irrtum gewesen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft wird nun die Ursache für die Hirnlähmung klären müssen. Dafür werden noch weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben. Wilhelm Möllers teilte mit, dass hierzu zusätzliche Ergebnisse so bald nicht erwartet werden.

Cora war den Menschen aus der TV-Sendung „Big Brother“ bekannt. Am Donnerstag letzter Woche verstarb die 23-Jährige nach einer Brustvergrößerung in der Alster Klinik in Hamburg. Die Staatsanwaltschaft ermittelte daraufhin auf den Aspekt der fahrlässigen Tötung. Schon zuvor wurde bereits wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Ärzte ermittelt.

Am 11. Januar 2011 erlitt die junge Erotik-Darstellerin „Sexy- Cora“ bei einer Brustvergrößerungs-Operation einen Herzstillstand. Anschließend wurde sie sofort in ein künstliches Koma auf der Intensivstation im UKE versetzt. Es gab daraufhin Hinweise eines Rettungssanitäters. Er berichtete den ermittelnden Beamten von mutmaßlichen Behandlungsfehlern. Laut Möllers waren medizinische Geräte und Patientenunterlagen sichergestellt worden. Die Auswertungen hierfür dauern jedoch noch an. Für den Fall, dass die Ärzte verurteilt werden, müssen sie mit einer Strafe bis zu drei Jahren Haft rechnen.

Im Fokus der Untersuchungen stehen zwei Ärzte, eine 54-jährige Anästhesistin und ein 49-jährigen Chirurg. Hierbei erörtern die zuständigen Beamten, ob Cora Wachstumshormone oder andere Substanzen eingenommen hat. Möllers gab bekannt, es werde im Laufe der Ermittlungen auch untersucht, ob es während der Operation zu einer Sauerstoffunterversorgung bei der jungen Patientin kam.

Die Erotik-Darstellerin „Sexy- Cora“ wollte sich angeblich ihre Brüste von 70 F auf 70 G vergrößern lassen. Es waren dabei 800 Gramm Silikon in jeder Brust vorgesehen. Das wäre dann schon ihre sechste Brust-Operation gewesen. Die Hamburger Alster-Klinik weist nach wie vor jeglichen Vorwurf eines Behandlungsfehlers ihrerseits zurück.

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