GNTM 2011: 2. Folge – Zicken-Alarm beim Frisuren-Umstyling

Die zweite Runde der letzten Woche von GNTM 2011 zeigt deutlich, schon die ersten Minuten glichen einer regelrechten Kinderparty. Na gut, dann laufen eben jetzt die Dinge samt den Mädels etwas anders. Anstatt die 25 verbliebenen, hoffnungsvollen Model-Anwärterinnen in aller Ruhe auf ein Dasein als „Topmodel“ vorzubereiten, gibt es für die Kandidatinnen nur einen Crash-Kurs in Sachen Model. Und ab geht es in die nächst liegende Mode-Metropole. Bestimmt heißt es auch bald wieder: Ab mit den Loden und den unbrauchbaren Frisuren! Das Umstyling, das von den meisten GNTM-Teilnehmerinnen schon in den vergangenen Staffeln verhasst war, steht schließlich noch an. Da gibt es bestimmt wieder viele, bittere Tränen.

Pünktlich zur Fashion-Week treffen die „Möchtegern“-Topmodels dann in London ein. Von der aufregenden Stadt bekommen die Mädels jedoch wenig zu sehen, denn gleich nach ihrer Ankunft werden sie zur ersten Challenge verdonnert. In verschiedene Gruppen von bis zu sechs Model- Anwärterinnen sollen sich die teilweise zickigen Mädels in eine der typischen roten Londoner Telefonzellen zwängen. Diese gibt es in London zuhauf. Viele schöne Körper auf engem Raum Das erinnert doch stark an eine Model-Wohngemeinschaft. Jedoch geht es bei dieser ersten Model-Lektion um etwas anderes. Denn nämlich nur, wer sich durch rabiate Ellenbogen- Gewalt an eine Außenwand der Telefonzelle kämpfen kann, wird auch vom zuständigen Fotografen ins Bild gebracht. Der Model-Trainer Thomas Rath bringt die ein wenig peinlich wirkende Angelegenheit auf eine angebliche Erfolgsformel: „Immer nach vorne, immer nach vorne“.

GNTM 2011 – Das geschah in Folge 2

Kandidatin Sarah haut ihrer Zellen-Mitinsassin Amelie mal kurz das Knie ins Gesicht. Versehen oder Absicht…? Thomas Hajo hatte zu Recht befürchtet: „Da gibt’s noch Verletzte“! Das leidige Ende der Challenge? Schürfwunden, blaue Flecke und das Wissen darum, dass die rabiaten Mädels bereit sind, wenn es sein muss, die letzte unliebsame GNTM- Konkurrentin einfach weg zu hauen. Trotzdem- die Bereitschaft der Mädels für ein Dasein als „Supermodel“ alles zu geben, hält sich wahrlich in Grenzen. Als Oberjurorin Heidi Klum dann am nächsten Tag ein sonst so begehrtes Fotoshooting so ganz ohne Make-Up ankündigt, drehen einige Schminktopf-Zicklein komplett durch: „Oh Gott, abschminken“, sagte Kandidatin Franziska. Es war dann aber doch nicht so schlimm wie vermutet, denn die ungeschminkten Gesichter der GNTM- Mädchen wirken nicht wirklich so farblos wie zuvor angenommen. Tahnee beispielsweise, sah im ungeschminkten Look überzeugend natürlich aus.

Die 20-jährige Stuttgarterin Tahnee gewinnt durch ihr ungekünsteltes Auftreten. In der ersten Folge berichtete Tahnee schon von ihrer im Keller montierten Poledance- Stange. Auf ihre leicht schiefe Nase angesprochen sagte sie nur: „Deswegen mach ich hier mit, dass ich mir irgendwann eine Nasen-OP leisten kann.“ Das Mädel ist entwaffnend ehrlich. Diese Maßnahmen hält Supermodel Heidi Klum nicht wirklich für notwendig: „Ich glaube, dass ihr noch nicht bereit seid für die Modewelt, so, wie ihr jetzt ausseht“, sagte die Model-Mama. Deshalb war das Lernziel der zweiten Stunde… genau, die in der Mode- Kunde. Für die heiß begehrte Model- Branche muss ein Model so vieles opfern… Na, was kommt wohl jetzt? Natürlich einen Haufen voller Haare!

„Sihe und Natascha haben echt die Arschkarte gezogen!“

Genau aus diesem Grund müssen ausgesuchte Model-Kandidatinnen zu einem Friseur. Dieser Friseur genießt das absolute Vertrauen von Heidi Klum. Die arme Asiatin Sihe muss ihre lange, wunderschöne dunkle Mähne für einen platinblonden Bob eintauschen. Mal ehrlich unter uns gesagt: Das ist eine wirkliche Schande! Kandidatin Natascha muss ihren braunen Schopf für einen bordeauxroten Ponyschnitt einbüßen. Die Stuttgarterin Tahnee fasst mal wieder ehrlich zusammen: „Sihe und Natascha haben echt die Arschkarte gezogen!“ Und wo sie Recht hat, hat sie Recht. Amelie hatte noch mal Glück, denn beinahe wäre sie auch unters Messer gekommen. Ohne nachzudenken, bot sie Model-Mutter Heidi an, sich ihre super langen Haare kurz rasieren zu lassen. Dann, mit einem elektrischen Schergerät von Angesicht zu Angesicht, kullerten allerdings die Tränen und Heidi Klum ließ noch mal großzügigerweise von dem Mädchen ab! „Ich bin auch kein Unmensch“, so die Jurorin.

Nach den lehrreichen Stunden in Sachen Durchsetzungsvermögen, Natürlichkeit und optimalem Look gibt es nur noch eine Model-Weisheit, die gelehrt werden muss: Eigentlich kennt diese aber schon jeder! Als Anwärterin Sarah, sie ist Schülerin einer erzbischöflichen Schule, absolut nicht in einem sexy Kleid auf dem in einer Kirche extra installierten Catwalk trippeln möchte, sind die restlichen Mädels absolut schockiert. Mit ihrer Verweigerung riskiert sie doch sehr viel: Denn Regel Nummer eins heißt: „Wenn die sagen, mach’s, dann mach’s oder geh nach Hause“, so resümiert Kandidatin Paulina. Letztendlich fliegt aber eine andere vom Modelpodest: Chiara muss gehen, denn sie scheint den Zuschauern nicht wirklich im Gedächtnis geblieben zu sein. Also, liebe Mädels von GNTM: ihr müsst um jeden Preis auffallen, ansonsten seid ihr sehr schnell in der Gunst durchgefallen…

Kommentieren