Archiv für August 2011

Jennifer Aniston in "Umständlich Verliebt" (Quelle: Amazon)
Jennifer Aniston in "Umständlich Verliebt" (Quelle: Amazon)

Wow, das nennt man Rekordzeit! Jennifer Aniston und Justin Theroux haben sich eine gemeinsame Bleibe gesucht. Klar das ein verliebtes Paar heutzutage auch schnell zusammenzieht, aber schon nach wenigen Wochen? Na da scheint Amors Pfeil ja ganze Arbeit geleistet zu haben! Das muss Liebe sein! Schauspielerpaar Aniston & Theroux hat in seiner erst seit Juni bestehenden Liebesbeziehung einen entscheidenden Schritt gewagt. Nun lebt das neue Traumpaar unter einem Dach, ganz gemütlich in einem, für Promiverhältnisse irgendwie eher bescheidenen, Liebesnest in Los Angeles. Knappe drei Millionen soll das neue Heim gekostet haben, sozusagen ein Schnäppchen, wo die Zwei sich doch sicherlich auch eine Millionen teure Luxusvilla hätten leisten können. Doch da sieht man es mal wieder – Liebe braucht keinen Luxus. Laut Aussagen Dritter soll das neue Domizil gerade mal zwei Schlafzimmer besitzen.

Mit seinem gamescom-Beitrag vom letzten Freitag scheint sich RTL gewaltig in die Bredouille manövriert zu haben – und ist nun auf Schadensbegrenzung aus. Nach einer Endlos-Protestwelle, die der Sender so in der Form wohl noch nie erlebt haben dürfte, ruderte RTL am Donnerstag zurück. Auf der Homepage (immerhin: mit dem dazugehörigen Video) ist eine kurze und knappe Entschuldigung zu lesen. Die Verallgemeinerung und Überzeichnung des Beitrags sei ein Fehler gewesen, heißt es dort. “Wenn wir damit Gefühle verletzt haben sollten, entschuldigen wir uns ausdrücklich dafür. Der bei facebook privat gepostete Kommentar des RTL-Redakteurs war ausschließlich dessen private Meinung und in keinster Weise die von RTL.” – gemeint ist Tim Kickbusch, der die ganze Sache verzapft hat. Dieser hatte sich nach dem losgetretenen “Shitstorm” auf seiner Facebook-Seite zu Wort gemeldet und gemeint, ihn würden die Reaktionen der Gamer nicht stören, weil der gamescom-Beitrag ja offensichtlich nicht ganz ernst gemeint gewesen sei. Der darauffolgende Satz brachte das Fass schließlich ganz zum Überlaufen.

Quelle: Sky
Quelle: Sky

Das Sky Saisonticket ist zur Zeit die günstigste Variante, um in die Welt des bekanntesten Pay-TV-Anbieters hierzulande einzutauchen. Exklusiv für Fußball-Fans wurde der Preis für die volle Abo-Laufzeit von einem Jahr nun auf 24,90 Euro (monatl.) herabgesetzt. Im Saisonticket enthalten ist das Basis-Set “Sky Welt” mit 25 Sendern zum Sofort-Loslegen mit vier eklusiven HD-Kanälen – außerdem natürlich das Premium-Paket “Fußball-Bundesliga” mit allen Live-Spielen und den Spieltag-Konferenzen aus den beiden höchsten deutschen Profispielklassen. Leider nicht zum Einstiegspreis dazu gibt es die zugehörigen HD-Sender Sky Sport HD 1 und 2 – und auch ein Receiver ist beim “Bundesliga Kompakt”-Angebot noch nicht mit dabei.

Da fielen mir – als alt eingestandenem PS3′ler – glatt die Augen raus! Der RTL-Bericht zur gamescom 2011 in Köln (in “Explosiv” vom 19. August 2011) stellt Gamer hierzulande buchstäblich bloß – als müde belächelt, heruntergekommene Versager und Außenseiter der Gesellschaft werden wir darin dargestellt. Die blanke Ironie in der Stimme des Sprechers setzt dem Beitrag – wahrscheinlich anders als ursprünglich angedacht – dabei noch das i-Tüpfelchen auf. Am Anfang denkt man sich als Zuschauer noch: “Okay, ist ja alles nicht so schlimm – halt unglücklich aufgezogen das Ganze!” Doch mit immer mehr voranschreitender Länge verliert sich der Beitrag in stupidem Schubladendenken. Am Ende werden sogar noch einzelne Leute herausgepickt und vor der Kamera zur Schau gestellt.

Foto: pixelio.de / Gerd Altmann
Foto: pixelio.de / Gerd Altmann

Die Griechenland-Krise, die Beinahe-Insolvenz der USA und damit einhergehend das jüngste Börsenchaos. Jür jeden unverkennbar herrscht vor allem in der Weltwirtschaft derzeit mächtig Schieflage. In der Vergangenheit war es immer so – zumindest seitdem ich denken kann, dass kurz vor knapp ein Schalter umgelegt und der vielbefürchtete Super-Gau noch abgewendet wurde. So auch wie in den oben gezeichneten Szenarien. Doch zum ersten Mal seit langem hat man als Einzelner den Eindruck, dass es so wie es bislang lief nicht mehr lange gut gehen kann. Da drehen große Nationen einfach kurz an der Schuldenschraube, schaffen Raum für neue Investitionen mit Geld, das im Grunde überhaupt nicht da ist. Ähnlich wie das Pyramiden-System ist auch diese Machart irgendwann erschöpft – nämlich dann, wenn das hinterste Ende der Kette, Dienstleister oder kleine Unternehmen, die mehr als nur von Zahlen auf einem Display abhängig sind, kein Bares mehr erhalten. Wir scheinen auf der Schwelle angelangt zu sein, wo die Frage im Raum steht: Wie geht es danach weiter, wenn das gesamte System gekippt ist? Der Kapitalismus, bei dem es darum geht, so schnell und so viel Geld wie nur irgendwie möglich anzuhäufen, scheint in seiner Ur-Form am Ende – Revolutionsgedanke macht sich breit.