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Weltuntergang am 21. Dezember 2012 (© nepustoy – Fotolia.com)
Weltuntergang am 21. Dezember 2012 (© nepustoy – Fotolia.com)

Der Weltuntergang 2012 fesselt auch viele Menschen hierzulande. In gut einem Monat naht der 21. Dezember, dem viele Weltuntergangsfanatiker gebannt entgegen blicken. Grund ist das angebliche Ende des Maya-Kalenders – auch wenn diese Theorie mittlerweile schon wieder entkräftet wurde. Und dennoch wollen die “Propheten” nicht vom urgegebenen Termin abrücken. Überall auf der Welt rüsten sich Menschen in so genannten “Prepper”-Bewegungen für den Ernstfall. Sie horten Nahrungsmittel, Survival-Ausrüstung und machen ihr Heim weltuntergangssicher (wie ihr euch für etwas Unvorhersehbares wappnet, könnt ihr auch hier nachlesen). So wollen auch wir, passend zum erst kurz vorangegangenen Gruselspektakel “Halloween”, unseren Beitrag leisten. Mit “December 21st” begegnet der Leser einer etwas anderen Schauergeschichte rund um den Mythos Weltuntergang 2012. Wir wünschen viel Freude beim Lesen und freuen uns natürlich über jede Art von Feedback!

So wie die Melodien verzaubern…

 

Im Stillen zweifelnd, einsam wachend,
Eingesperrt in Eis,
Bevor ein Licht – so hell und lachend –
Fuhr ein auf sein Geheiß.

Ich weiß nicht, wie es sein kann;
In Stunden voller Zaudern –
Lächelt es mich an,
So wie die Melodien verzaubern.

Im Tanze kreisend, völlig furchtlos,
Schwebt es über mir,
Doch greif‘ ich zu; berühr‘ es bloß,
So zeigt es seine Zier.

Frohlockend, schön beim Eislauf,
So dreht es seine Kreise;
Hört‘ es jemals auf,
Stups‘ ich es an auf seiner Reise.

Und fliegt es weg, dann wünsch‘ ich mir:
„Komm‘ zu mir zurück!
Ich tu dir nichts, so bleib‘ doch hier –
Probier‘ es noch ein Stück!“

Ich weiß nicht, wie es sein kann;
In Stunden voller Zaudern –
Lächelst du mich an,
So wie die Melodien verzaubern.

(Alexius – 2011)

Mehr Gedichte rund um Weihnachten auf rapael.net

Bildquelle: pixelio.de / Lilo Kapp
Bildquelle: pixelio.de / Lilo Kapp

Halloween ist erst seit wenigen Stunden vorüber – und wahrscheinlich klingelte es auch hierzulande am Montag wieder an vielen Türen. Der Halloween-Brauch ist längst von Übersee zu uns hinübergeschwappt – “Süßes – sonst gibt’s Saures!” wird jedes Jahr am 31. Oktober zum Motto vieler Mini-Hexen, Vampire oder Mond anheulender Werwölfe. Doch woher stammt dieser Brauch überhaupt; sich zu verkleiden und von Tür zu Tür zu ziehen und nach süßen Gaben zu fragen? Die Allermeisten unserer Leser dürften die ursprüngliche Geschichte von Halloween, woher die ganzen Bräuche stammen und warum der Kürbis beispielweise eine zentrale Rolle einnimmt, bereits zumindest ansatzweise kennen. Die “wahre Geschichte” über den Halloween-Brauch dürfte vielen aber bisher verborgen geblieben sein. In unserer Kurzerzählung “Eveline und Jack” werden die altbekannten Bräuche zu Halloween einmal aus anderer Sicht beleuchtet – und sie ist (so zumindest nach Meinung unserer Redaktion) auch die sehr viel unterhaltsamere und romantischere Version – und vielleicht nervt nach den folgenden Zeilen so manchen Leser beim nächsten Halloween-Fest das Dauer-Sturmklingeln der kleinen Monster nicht mehr ganz so sehr.

Foto: pixelio.de / Gerd Altmann
Foto: pixelio.de / Gerd Altmann

Die Griechenland-Krise, die Beinahe-Insolvenz der USA und damit einhergehend das jüngste Börsenchaos. Jür jeden unverkennbar herrscht vor allem in der Weltwirtschaft derzeit mächtig Schieflage. In der Vergangenheit war es immer so – zumindest seitdem ich denken kann, dass kurz vor knapp ein Schalter umgelegt und der vielbefürchtete Super-Gau noch abgewendet wurde. So auch wie in den oben gezeichneten Szenarien. Doch zum ersten Mal seit langem hat man als Einzelner den Eindruck, dass es so wie es bislang lief nicht mehr lange gut gehen kann. Da drehen große Nationen einfach kurz an der Schuldenschraube, schaffen Raum für neue Investitionen mit Geld, das im Grunde überhaupt nicht da ist. Ähnlich wie das Pyramiden-System ist auch diese Machart irgendwann erschöpft – nämlich dann, wenn das hinterste Ende der Kette, Dienstleister oder kleine Unternehmen, die mehr als nur von Zahlen auf einem Display abhängig sind, kein Bares mehr erhalten. Wir scheinen auf der Schwelle angelangt zu sein, wo die Frage im Raum steht: Wie geht es danach weiter, wenn das gesamte System gekippt ist? Der Kapitalismus, bei dem es darum geht, so schnell und so viel Geld wie nur irgendwie möglich anzuhäufen, scheint in seiner Ur-Form am Ende – Revolutionsgedanke macht sich breit.