3D ohne Brille: Toshiba präsentiert 3D-TV ohne Brille in Las Vegas

Logo: CES
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Auf der „Consumer Electronics Show“ in Las Vegas präsentierte Toshiba die ersten 3D Fernseher, die tatsächlich der neuen Technologie zum Durchbruch verhelfen könnten. Demnach sollen die revolutionären Modelle mit über 40 Zoll Bilddiagonale im Laufe des Geschäftsjahres (April 2011 bis März 2012) in den Handel kommen. Die gezeigten Prototypen spielten exzellente HD 3D-Bilder auf riesigen 56 und 65 Zoll-Displays mit 4096×2160 Pixel ab. Toshibas speziell für 3D-TV ohne Brille entwickelte „Integral Imaging“-Technik stellt die Bilder aus verschiedenen Perspektiven dar. Laut Toshiba soll das Auge des Betrachters dann aus diesen Informationen ein 3D-Bild erstellen. Dank Überlagerung der Einzelperspektiven bleibt der 3D-Effekt nach Aussage von Toshiba sogar bestehen, wenn der Betrachter seinen Kopf bewegt.

Bis dato stehen leider sowohl der avisierte Verkaufspreis als auch die Größe der Displays in den Sternen. Seit Dezember 2010 vertreibt Toshiba bereits in Japan 3D-Fernseher, die ohne Brille auskommen, mit nur 20 Zoll-Displays sind diese jedoch deutlich kleiner als die in Las Vegas vorgestellten Geräte.

3D ohne Brille: Das Aus für die Shutterbrille?

3D-Fernsehen ist bereits seit längerem ein wichtiges Thema in der U-Elektronik, konnte sich bislang allerdings nicht am Massenmarkt durchsetzen. Als Gründe hierfür werden immer die noch geringe Menge an 3D-Inhalten, sowie die notwendigen 3D-Shutterbrillen genannt, die von vielen Nutzern abgelehnt werden. Die Brille funktioniert, indem sie jeweils nacheinander ein Bild für das rechte und das linke Auge durchlässt, während das jeweils andere abgeblendet wird. So entsteht der gewünschte dreidimensionale Effekt, sorgt jedoch auch für ein, für das Auge sehr ermüdendes und anstrengendes Flackern.

Toshiba könnte mit der Entwicklung der neuen Fernseher ohne 3D-Brille der Technologie einen entscheidenden Impuls verpassen und der Einschätzung diverser Branchenexperte trotzen, die die Einführung derartiger Geräte erst in frühestens 5 Jahren erwarteten.

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